Der GARTEN DER RELIGIONEN

Ein außerschulischer Lernort

Besuch aus Düsseldorf

Mathias Richter, Staatssekretär im Schulministerium, besuchte am 28.8.2019 die Baustelle des Gartens der Religionen. Mit großem Interesse ließ er sich die Konzeption und Planung vorstellen. Besondere Aufmerksamkeit fand bei ihm , dass der Garten auch ein außerschulischer Lernort werden soll. Wieweit dieser vom Ministerium eine Bezuschussung erfahren kann, blieb offen. 
An dem Gespräch nahmen u.a. teil: Landschafts-Architektin Dipl. Ing. Maria Mandt, Pfarrer Bernhard Lübbering, Dr. Hildegard Erlemann, Probst Jürgen Quante, Pfarrer Jürgen Schwark und weitere Mitglieder des Fördervereins.

Der GARTEN DER RELIGIONEN möchte ein Ort auch für junge Menschen sein. Schon heute nutzen die Pfadfinder das Areal regelmäßig  für ihre Gruppentreffen. In weiteren Angeboten soll Kindern und Jugendlichen der GARTEN DER RELIGIONEN als Ort der Entdeckungen und Begegnungen nahe gebracht werden. ERKUNDEN STATT VERKÜNDEN steht bei der Vermittlung im Mittelpunkt.

Außerschulischer Lernort

In einer zunehmend pluralistischen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft stellt die intensive Beschäftigungund mit der eigenen Religion oder Weltanschauung wie auch mit der der anderen Menschen ein wichtiges Orientierungsangebot für die Persönlichkeitsentwicklung dar. So können Dialogfähigkeit und gegenseitiger Respekt gefördert werden, um ein friedliches Miteinander gelingen zu lassen. 
Der GARTEN DER RELIGIONEN soll ein Angebot für Grupppen von Schüler/-innen und Studierende sein, mehr über die Weltreligionen und ihre Spezifika zu erfahren und sich auf ein interreligiöses Denken einzulassen. Dies kann im Rahmen schulischer oder katechetischer Arbeit (z.B. zur Vorbereitung auf die Kommunion, Firmung oder Konfirmation, aber ebenso für Schüler/-innen im jüdischen und islamischen Religionsunterricht) geschehen.

Unser GARTEN DER RELIGIONEN eröffnet vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten für interkulturelle und interreligiöse Bildungsangebote. Er will durch individuelle Lernwege neue Erfahrungen und Sichtweisen eröffnen. Ein Einstieg kann altersabhängig über konkret sinnlich wahrnehmbare Elemente, Begriffe, Symbole (wie „Garten“, „Wege“, „Wasser“ oder „Stille“) erfolgen und sowohl individuell als auch gruppenspezifisch gestaltet werden. Die einzelnen Stationen im GARTEN DER RELIGIONEN wollen neugierig machen, die verschiedenen Religionen und die damit verbundene Kulturen kennen zu lernen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede miteinander ins Gespräch zu kommen

Mit einem ganzheitlich orientierten und aktiven Wissenserwerb geht die Absicht einher, Verständnis füreinander und für unterschiedliche Glaubens- und Lebensentwürfe zu wecken. Dies hilft, Vorurteile abzubauen, um zu einem respektvollen Umgang miteinander – unabhängig von der eigenen religiösen, weltanschaulichen, kulturellen oder politischen Orientierung – zu gelangen.

Als ein Beispiel für diesen interreligiösen Dialog steht das Leben und Werk des Heiligen Franziskus. Seine mutige Initiative, den ägyptischen Sultan al Malik al Kamil in Kriegszeiten während des 5. Kreuzzugs 1219 aufzusuchen, um in einem Religionsgespräch den Dialog zwischen den Kulturen aufrecht zu erhalten, zeugt von der alle Zeiten bestimmenden Notwenigkeit des friedenserhaltenden Gesprächs. Sein wohl bekanntester Text „Der Sonnengesang“ eröffnet die Chance, sich über die Bedeutung der Schöpfung, ihrer Bewahrung und die damit verbundene Verantwortung der Menschen auseinanderzusetzen.

Der GARTEN DER RELIGIONEN lädt zu interdisziplinär orientierten Projekttagen ein, in denen nicht nur die Fächer Religion oder Praktische Philosophie/Ethik im Mittelpunkt stehen. Durch die Einbeziehung von Elementen, z.B. aus den Bereichen Kunst, Musik, Deutsch, Fremdsprachen (der verschiedenen Religionen oder Herkunftsländer der Schüler/-innen) kann ein fächerübergreifendes Lernen angeregt, dadurch die Kommunikation unter den Schüler/-innen gefördert und so individuelle Lernwege und neue Erfahrungen eröffnet werden.

Für die verschiedenen Zielgruppen werden zukünftig adressatenbezogene und differenzierte Bildungsangebote ausgearbeitet.